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Was ist Gesundheitsförderung?
Die Gesundheitsförderung möchte jeden Menschen dazu befähigen, seine Gesundheit zu erhalten und zu stärken. Dieses Ziel – und damit eine höhere Lebensqualität – kann durch mehr Bewegung und Entspannung sowie eine ausgewogene Ernährung erreicht werden. Auch die Gestaltung eines gesunden sozialen Umfelds, z.B. die Schaffung von Räumen ohne motorisierten Verkehr, gehört zur Gesundheitsförderung.

Im Jahr 2007 flossen nur 2,3% der gesamten Mittel, die in der Schweiz für das Gesundheitswesen aufgewendet werden, in die Gesundheitsförderung und Prävention. Das heisst: Für die Behandlung von bereits bestehenden Krankheiten geben wir rund 50 Mal mehr aus als für die Vorsorge.
Was ist Gesundheitsförderung nicht?
Gesundheitsförderung ist nicht Behandlung, Rehabilitation und Pflege von Krankheiten. Diese Bereiche werden vom klassischen, kurativen Gesundheitswesen (Ärzte, Spitäler, Therapeuten ...) abgedeckt.

Die Abgrenzung gegenüber der Prävention (z.B. Tabak- und Alkoholprävention) ist nicht scharf gezogen. Die Gesundheitsförderung orientiert sich stärker an den Ressourcen des gesunden Menschen und weniger an den Risikofaktoren, die unsere Gesundheit gefährden.
Warum Gesundheitsförderung?
Die Schweizerische Gesundheitsbefragung 2002 hat gezeigt, dass gut 38% der Erwachsenen in unserem Land übergewichtig sind, 8% davon stark. 1992 waren es erst 31% - ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel haben sich in den letzten 20 Jahren ausgebreitet. Männer sind deutlich häufiger übergewichtig als Frauen. Menschen in ländlichen Regionen sind häufiger von Übergewicht betroffen als Stadtbewohner, und Ausländerinnen und Ausländer sind häufiger betroffen als Schweizerinnen und Schweizer. Personen, die sich nach den obligatorischen Schuljahren weiterbilden konnten, sind seltener übergewichtig als weniger gebildete Personen. Auch ein schlechtes Einkommen erhöht das Risiko von Übergewicht.

Erste Ergebnisse der Gesundheitsbefragung 2007 zeigen, dass 68% der Einwohner der Schweiz sich in ihrer Freizeit mindestens einmal pro Woche körperlich so betätigen, dass sie ins Schwitzen kommen. 54% der Bevölkerung betreiben wöchentlich Sport im engeren Sinne, und 44% sind mehr als 30 Minuten täglich zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Das ist gut – es bedeutet aber auch, dass rund die Hälfte der Bevölkerung keinen Sport treibt und mehr als die Hälfte sich nicht täglich ausreichend bewegt.

Übergewicht und Bewegungsarmut sind ungesund und teuer: 30% der gesamten Kosten des Gesundheitswesens können auf ernährungsbedingte Krankheiten zurückgeführt werden.

Gesundheitsförderung durch mehr Bewegung und Entspannung sowie eine gesunde Ernährung verringert nachgewiesenermassen das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes, Osteoporose, Krebs, Stress und Depressionen. Für den einzelnen Menschen bedeutet dies eine Steigerung der Lebensqualität und der Unabhängigkeit, für die Gemeinschaft ein gesünderes Miteinander und eine deutliche Reduzierung der Kosten für das Gesundheitswesen.

Es besteht also ein dringender Handlungsbedarf, obwohl oder gerade weil im Gesundheitswesen in den nächsten Jahren umfangreiche Sparmassnahmen vorgesehen sind.
Warum Gsünder Basel?
Seit 1991 bemüht sich Gsünder Basel kontinuierlich, nachhaltig, wissenschaftlich abgestützt und ohne wirtschaftliche Interessen um die Gesundheitsförderung in der Region. Wir bieten ein umfangreiches, attraktives, niederschwelliges Kursangebot, zahlreiche Aktionen und Projekte, viele Informationen zur Gesundheit und bemühen uns aktiv um die Vernetzung mit anderen Institutionen. Dadurch erreichen wir seit Jahren eine stetig wachsende Zahl an aktiven KursteilnehmerInnen und Menschen, die sich für ihre eigene Gesundheit einsetzen wollen.
Weitere Informationen zur Gesundheitsförderung
Für weitere Informationen zur Gesundheitsförderung möchten wir Sie auf folgende Seiten verweisen:
Gesundheitsförderung Schweiz
Suisse Balance


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